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ISO 16890

Die ISO 16890 ist die neue Norm, die die EN 779:2012 abgelöst hat. Sie erfasst die Filter, die zuvor nach EN 779:2012 als Grobstaubfilter (Klasse G), Mittelfeinfilter (Klasse M) und Feinstaubfilter (Klasse F) klassifiziert wurden, und behebt die Schwächen der alten Norm. Mit dem Normenwechsel können Anwender den Filter deutlich genauer nach ihrem Bedarf auswählen. Für die Bewertung des Abscheidegrads betrachtet die ISO 16890 Partikelgrößen (Feinstaub, Particulate Matter = PM) zwischen 0,3 µm und 10 µm. Die Filter werden in vier Gruppen eingeteilt.

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ISO 16890

ISO ePM1

ePM1 95%
ePM1 90%
ePM1 85%
ePM1 80%
ePM1 75%
ePM1 70%
ePM1 65%
ePM1 60%
ePM1 55%
ePM1 50%

Anforderung
Anfangsabscheidegrad
≥ 50 %
Abscheidegrad nach Entladung
≥ 50 %

ISO ePM2,5

ePM2,5 95%
ePM2,5 90%
ePM2,5 85%
ePM2,5 80%
ePM2,5 75%
ePM2,5 70%
ePM2,5 65%
ePM2,5 60%
ePM2,5 55%
ePM2,5 50%

Anforderung
Anfangsabscheidegrad
≥ 50 %
Abscheidegrad nach Entladung
≥ 50 %

ISO ePM10

ePM10 95%
ePM10 90%
ePM10 85%
ePM10 80%
ePM10 75%
ePM10 70%
ePM10 65%
ePM10 60%
ePM10 55%
ePM10 50%

Anforderung
Anfangsabscheidegrad
≥ 50 %
Keine Anforderung
nach Entladung

ISO Coarse

ISO Coarse 95%
ISO Coarse 90%
ISO Coarse 85%
ISO Coarse 80%
ISO Coarse 75%
ISO Coarse 70%
ISO Coarse 65%
ISO Coarse 60%
ISO Coarse 55%
ISO Coarse 50%

Anforderung
ePM10 < 50 %
Gravimetrischer
Anfangs-Abscheidegrad (Am)
Keine Anforderung
nach Entladung

PRÜFSYSTEM NACH ISO 16890 – FTS 3401

PRÜFVERFAHREN NACH ISO 16890 SCHRITT FÜR SCHRITT

Schritt 1

Das Prüfverfahren nach ISO 16890 beginnt mit der Messung des Abscheidegrads eines Luftfilters im Partikelgrößenbereich von 0,3 µm bis 10 µm.

Schritt 2

Der Filter wird einer Isopropanoldampf-Atmosphäre ausgesetzt, um den Beitrag der elektrostatischen Abscheidung zum Abscheidegrad zu eliminieren.

Schritt 3

Der mit Isopropanoldampf konditionierte Filter wird erneut geprüft, um die Mindestabscheidegrade ePM1,min und ePM2,5,min zu messen.

Schritt 4

Der Abscheidegrad für jede PM-Größe wird als Mittelwert aus den Messungen am unkonditionierten und am konditionierten Filter berechnet.

Schritt 5

Die Abscheidegrade werden berechnet: ePM1 für die Partikelgröße 0,3–1 µm, ePM2,5 für den Partikelgrößenbereich bis 2,5 µm und ePM10 für den Partikelgrößenbereich bis 10 µm.

Schritt 6

Die berechneten Abscheidegrade werden auf die nächstniedrigere Stufe der Klassifizierungsgruppen nach ISO 16890 abgerundet.Ein Beispiel: Nach dem Prüfergebnis wird der V-Compact-Filter der Klasse F8 als „ISO ePM1 70%“ eingestuft. Das heißt, der Filter scheidet 70 % der PM1-Partikel ab.
Das „e“ steht für Efficiency (Abscheidegrad) und wird der jeweiligen Feinstaubfraktion (Particulate Matter, PM) vorangestellt.

Einige Details zur ISO 16890

Der Abscheidegrad wird nach PM10, PM2,5 und PM1 angegeben.
Die Staubspeicherfähigkeit wird mit dem synthetischen Prüfstaub ISO A2 / AC Fine ermittelt.
Der gravimetrische Anfangsabscheidegrad wird berechnet.
Die Druckdifferenz des Filters (Δp) wird beim Nennvolumenstrom gemessen.
Für die Bewertung des Abscheidegrads werden Partikelgrößen von 0,3–10 µm betrachtet.
Der Abscheidegrad wird für jeden Partikelgrößenbereich getrennt gemessen.
Die Messung des Abscheidegrads wird 24 Stunden nach der Konditionierung mit Isopropanol (IPA) wiederholt.
Der „ePMx-Abscheidegrad“ wird aus den gemessenen Abscheidegraden berechnet.
Die Filterleistung wird nach PM10, PM2,5 und PM1 bestimmt.
Für jeden Partikelgrößenkanal wird der Abscheidegrad getrennt ausgewiesen.
Der jeweilige Prozess wird bei der Filterauswahl berücksichtigt.
Weltweit gültig (ISO, Internationale Organisation für Normung).