{"id":15079,"date":"2026-10-01T14:03:27","date_gmt":"2026-10-01T11:03:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ulpatek.com\/?p=15079"},"modified":"2026-10-01T14:47:40","modified_gmt":"2026-10-01T11:47:40","slug":"hepa-leckagen-am-gehaeuse-erkennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ulpatek.com\/de\/filtertechnik\/hepa-leckagen-am-gehaeuse-erkennen\/","title":{"rendered":"Die Leckage liegt nicht am HEPA-Filter, sondern am Geh\u00e4use"},"content":{"rendered":"<p>Ein HEPA-Filter kann die Abnahmekriterien im Werk erf\u00fcllen und nach dem Einbau dennoch am Rand undicht sein. Str\u00f6mt Luft an der Dichtung vorbei, weil der Dichtsitz im Geh\u00e4use fehlerhaft ist, beseitigt ein Filterwechsel diesen Leckageweg nicht.<\/p>\n<p>Ein Messsignal am Filterrand allein beweist jedoch keinen Geh\u00e4usefehler. Die Ursache kann auch am Filterrahmen, an der Vergussmasse zwischen Filtermedium und Rahmen, an der Dichtung oder am Einbau liegen. Finden Sie zuerst den Leckageweg. Entscheiden Sie erst danach, welches Teil ersetzt werden muss.<\/p>\n<h2 id=\"section-1\">Filterrahmen und Filtergeh\u00e4use sind unterschiedliche Bauteile<\/h2>\n<p>Der <strong>Rahmen<\/strong> geh\u00f6rt zum austauschbaren Filter und wird mit ihm ausgebaut. Er umschlie\u00dft das Filtermedienpaket; eine Dicht- oder Vergussmasse dichtet dessen R\u00e4nder zum Rahmen hin ab. Das <strong>Geh\u00e4use<\/strong> bleibt dagegen in der Decke oder im Luftkanal. An seiner Auflagefl\u00e4che liegt die Filterdichtung an beziehungsweise greift die Gelabdichtung ein. Halteelemente sichern den Filter in seiner Einbaulage.<\/p>\n<p>Diese Unterscheidung ist wichtig, wenn im Pr\u00fcfprotokoll \u201eRahmenleckage\u201c steht. Welcher Rahmen ist gemeint? Wo genau hat die Messsonde Aerosol erfasst? An der Verbindung zwischen Filtermedium und Rahmen, au\u00dferhalb der Dichtung, an einer Geh\u00e4useecke oder am Deckenanschluss?<\/p>\n<p>Die HEPA-Filtergeh\u00e4use von Ulpatek zeigen, warum die Dichtschnittstelle genau beschrieben werden muss: Flache Dichtsitze, Ausf\u00fchrungen mit Pr\u00fcfnut und Schneidenprofile sind unterschiedliche Konstruktionen. Sie bezeichnen nicht dieselbe \u00d6ffnung mit verschiedenen Worten. Die Filterabdichtung muss passend zum Geh\u00e4use gew\u00e4hlt werden. <a href=\"https:\/\/www.ulpatek.com\/de\/produkte\/reinraumtechnik\/hepa-filtergehaeuse\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Technische Angaben zum HEPA-Filtergeh\u00e4use von Ulpatek<\/a><\/p>\n<h2 id=\"section-2\">Was das Werkspr\u00fcfzeugnis belegt \u2013 und was noch zu pr\u00fcfen ist<\/h2>\n<p>Bei der Werkspr\u00fcfung wird das Filterelement unter festgelegten Bedingungen in einer Pr\u00fcfvorrichtung untersucht. Die Pr\u00fcfung im eingebauten Zustand erfolgt nach Transport und Einbau und umfasst die nun vorhandenen Einbauschnittstellen.<\/p>\n<p>Die Pr\u00fcfvorrichtung im Werk ist nicht Ihr Deckengeh\u00e4use. Ein gutes Ergebnis in der einen Vorrichtung best\u00e4tigt nicht den einwandfreien Dichtsitz in der anderen. Eine bestandene Werkspr\u00fcfung schlie\u00dft auch sp\u00e4tere Besch\u00e4digungen nicht aus.<\/p>\n<p>Die Normen behandeln diese unterschiedlichen Stufen. ISO 29463-4 betrifft die Leckpr\u00fcfung von Filterelementen; ISO 14644-3 behandelt die Leistungspr\u00fcfung von Reinr\u00e4umen und reinen Bereichen. IEST-RP-CC034.5 umfasst ausdr\u00fccklich Filterleckpr\u00fcfungen bei der Herstellung sowie vor und nach dem Einbau. <a href=\"https:\/\/www.iso.org\/standard\/51838.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ISO 29463-4:2011<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.iso.org\/standard\/60598.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ISO 14644-3:2019<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.iest.org\/Standards-RPs\/Recommended-Practices\/IEST-RP-CC034\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">IEST-RP-CC034.5<\/a><\/p>\n<p>ULPALAB ist das interne Labor von Ulpatek, in dem wir die von uns hergestellten Filter vor dem Versand pr\u00fcfen. Damit wird der Zustand des Filters vor der Auslieferung dokumentiert. Nach dem Einbau sind weiterhin die f\u00fcr das Projekt vorgeschriebenen Pr\u00fcfungen erforderlich.<\/p>\n<h2 id=\"section-3\">Pr\u00fcfen Sie das Leckagebild, bevor Sie einen weiteren Filter bestellen<\/h2>\n<p>Das Leckagebild hilft dabei, die weitere Untersuchung nach dem freigegebenen Pr\u00fcfverfahren auszurichten. Es kann m\u00f6gliche Ursachen eingrenzen, weist aber allein noch keine Verantwortlichkeit nach.<\/p>\n<div class=\"table-scroll\" role=\"region\" aria-label=\"Technische Vergleichstabelle\" tabindex=\"0\">\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Wo das Signal auftritt<\/th>\n<th>Was zu untersuchen ist<\/th>\n<th>Welche Befunde helfen, die Ursachen zu unterscheiden<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>An einer kleinen, reproduzierbaren Stelle innerhalb der Filterfl\u00e4che<\/td>\n<td>\u00d6rtliche Besch\u00e4digung des Filtermediums oder Fertigungsfehler<\/td>\n<td>Genau zugeordnetes Scanergebnis und Sichtpr\u00fcfung, ohne das Filtermedium zu ber\u00fchren<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Entlang der Verbindung zwischen Filtermedienpaket und Filterrahmen<\/td>\n<td>Vergussmasse, Besch\u00e4digung des Rahmens oder Abl\u00f6sung der Verbindung<\/td>\n<td>Nahaufnahmen der Verbindung und Vergleich mit den Unterlagen der Werkspr\u00fcfung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Entlang einer Seite der Dichtung<\/td>\n<td>Ungleichm\u00e4\u00dfige Auflage, blockierter Dichtsitz, falsche Dichtungsgeometrie oder unzureichender Kontakt<\/td>\n<td>Zustand des Dichtsitzes und durchgehender Kontakt der Dichtung entlang dieser Seite<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>An einer oder mehreren Ecken<\/td>\n<td>Dichtungsst\u00f6\u00dfe, Ecksch\u00e4den, Verzug des Geh\u00e4uses oder ungleichm\u00e4\u00dfige Anpresskr\u00e4fte<\/td>\n<td>Fotos beider Kontaktfl\u00e4chen und Ma\u00dfe der Ecken<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>An einer Geh\u00e4usenaht oder einer anderen Verbindung au\u00dferhalb der Filterabdichtung<\/td>\n<td>Leckageweg im Geh\u00e4use oder an dessen Einbauverbindungen<\/td>\n<td>Pr\u00fcfanordnung, bei der der vermutete Leckageweg tats\u00e4chlich mit Pr\u00fcfaerosol beaufschlagt wird<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Gro\u00dffl\u00e4chig \u00fcber die Filterfl\u00e4che verteilt statt an einer einzelnen Stelle<\/td>\n<td>Durchlass durch das Filtermedium, ungeeignete Abnahmekriterien oder Fehler im Pr\u00fcfaufbau<\/td>\n<td>Volumenstrom, Aerosol, Ger\u00e4teeinstellungen und Angaben zur rohluftseitigen Referenz<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>\u00c4ndern Sie nicht mehrere Dinge gleichzeitig. Wird der Filter vor dem n\u00e4chsten Scan neu eingesetzt, werden zwei Halteelemente nachgezogen und wird zugleich der Aerosolaufbau ver\u00e4ndert, l\u00e4sst ein anschlie\u00dfend bestandenes Ergebnis kaum erkennen, welche Ma\u00dfnahme geholfen hat.<\/p>\n<h2 id=\"section-4\">Eine Dichtung kann nur dort abdichten, wo sie anliegt<\/h2>\n<p>Eine Flachdichtung braucht entlang der vorgesehenen Dichtlinie durchgehenden Kontakt. Ein Dichtsitz kann von unten einwandfrei aussehen und trotzdem einen erh\u00f6hten Sto\u00df, eine \u00f6rtliche Vertiefung, Schmutz oder Verzug aufweisen, der diesen Kontakt unterbricht.<\/p>\n<p>\u201eDas Geh\u00e4use sieht gut aus\u201c reicht nicht. Beachten Sie die Zugangsverfahren des Standorts und untersuchen Sie den gesamten Dichtsitz. Achten Sie auf alte Dichtungsreste, Klebstoffablagerungen, Befestigungsteile oder Schwei\u00dfstellen im Dichtverlauf sowie Besch\u00e4digungen an den Ecken. Vergleichen Sie die Ma\u00dfe von Dichtsitz und Filter einschlie\u00dflich der Dichtungsposition mit der freigegebenen Zeichnung.<\/p>\n<p>Beziehen Sie die Haltevorrichtung in die Pr\u00fcfung ein. Vergleichen Sie deren Lage und Zustand mit der freigegebenen Montagezeichnung. Pr\u00fcfen Sie, ob der Filter gleichm\u00e4\u00dfig an der vorgesehenen Dichtfl\u00e4che anliegt.<\/p>\n<p>\u201eFester anziehen\u201c ist keine Montagevorgabe. Ma\u00dfgeblich sind die mitgelieferten Angaben zur Verpressung oder zum Drehmoment. Fehlen entsprechende Einstellwerte, beschaffen Sie diese, bevor Sie die Halteelemente verstellen.<\/p>\n<p>Eine Gelabdichtung ver\u00e4ndert die Kontaktgeometrie. Sie macht deren Pr\u00fcfung nicht \u00fcberfl\u00fcssig. Pr\u00fcfen Sie die Ausrichtung der Schneide, die Vertr\u00e4glichkeit der Abdichtung und die Eintauchtiefe anhand der zugeh\u00f6rigen Zeichnung und Montageanleitung. Allein die Bestellung \u201eGel statt EPDM\u201c korrigiert kein unpassendes Geh\u00e4use.<\/p>\n<h2 id=\"section-5\">Schon ein kleiner Bypass kann die Wirkung eines hochabscheidenden Filters stark verringern<\/h2>\n<p>Betrachten wir eine <strong>Beispielrechnung<\/strong>, keine Messung an einer Ulpatek-Anlage. Angenommen, ein Filter hat unter den betrachteten Bedingungen einen Durchlassgrad von 0,005%, w\u00e4hrend 0,1% des gesamten Volumenstroms ungefiltert an ihm vorbeistr\u00f6men.<\/p>\n<p>Bei gleicher rohluftseitiger Konzentration in beiden Str\u00f6mungswegen und ohne Partikelverluste im Bypass gilt:<\/p>\n<p><strong>Durchlassgrad des Systems = Bypassanteil + (1 \u2212 Bypassanteil) \u00d7 Durchlassgrad des Filters<\/strong><\/p>\n<p>Mit Anteilen statt Prozentwerten gerechnet:<\/p>\n<p><strong>0,001 + (0,999 \u00d7 0,00005) = 0,00104995<\/strong><\/p>\n<p>Das entspricht etwa <strong>0,105% Gesamtdurchlassgrad<\/strong> beziehungsweise <strong>99,895% Abscheidegrad<\/strong>. Der Durchlassgrad ist damit etwa 21-mal so hoch wie im Str\u00f6mungsweg durch den Filter allein.<\/p>\n<p>Dies ist eine Mischungsrechnung, kein lokaler Grenzwert f\u00fcr die Scanpr\u00fcfung und keine Vorhersage der Reinraumklasse. Die praktische Aussage: Ein Filtermedium mit geringerem Durchlass hilft kaum gegen Luft, die dieses Medium gar nicht durchstr\u00f6mt.<\/p>\n<h2 id=\"section-6\">Pr\u00fcfen Sie die Messung, bevor Sie Bauteile als fehlerhaft einstufen<\/h2>\n<p>Um ein Aerosolmessergebnis beurteilen zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen Sie Pr\u00fcfverfahren, Messger\u00e4t, Aerosol, Volumenstrom, Abnahmegrenzwert und die Aufzeichnung der rohluftseitigen Aerosolbeaufschlagung. Ein Foto, das nur einen Prozentwert zeigt, l\u00e4sst zu viele Informationen offen.<\/p>\n<p>Zwei Punkte verdienen besondere Aufmerksamkeit:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>War die Aerosolbeaufschlagung repr\u00e4sentativ?<\/strong> Das Aerosol muss den Filter mit einer geeigneten, nachgewiesenen Verteilung erreichen. Ein separater Bypassweg, der gar nicht mit Pr\u00fcfaerosol beaufschlagt wurde, l\u00e4sst sich mit der Pr\u00fcfung ebenfalls nicht bewerten. Deshalb umfasst IEST-RP-CC034.5 die Beurteilung der Gleichm\u00e4\u00dfigkeit des rohluftseitigen Aerosols. <a href=\"https:\/\/www.iest.org\/Standards-RPs\/Recommended-Practices\/IEST-RP-CC034\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pr\u00fcfumfang nach IEST<\/a><\/li>\n<li><strong>War das Messger\u00e4t korrekt auf die Referenz eingestellt?<\/strong> Ein Prozentwert h\u00e4ngt von der verwendeten Referenz ab. ATI beschreibt, wie eine falsche interne Referenz eine ausgewiesene Leckage sowohl zu niedrig als auch zu hoch erscheinen lassen kann. Das ist ein Grund, die Messung zu \u00fcberpr\u00fcfen, aber kein Grund, ein nicht bestandenes Ergebnis zu verwerfen. <a href=\"https:\/\/ati.zendesk.com\/hc\/en-us\/articles\/29807381844621-Out-of-Tolerance-Internal-Reference-Digital-Photometers\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ATI-Hinweise zu Referenzfehlern bei Photometern<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p>Ein im Werk bei MPPS durch Partikelz\u00e4hlung ermitteltes Ergebnis und ein vor Ort gemessener Photometerwert sind nicht austauschbar. Wenden Sie den Grenzwert des tats\u00e4chlich verwendeten Pr\u00fcfverfahrens an. W\u00e4hlen Sie nicht erst nach einem negativen Ergebnis einen anderen Grenzwert.<\/p>\n<h2 id=\"section-7\">Dokumentieren Sie den Fehler so, dass sich seine Ursache kl\u00e4ren l\u00e4sst<\/h2>\n<p>Eine z\u00fcgige technische Untersuchung beginnt mit eindeutigen Unterlagen:<\/p>\n<ul>\n<li>Filtermodell und Seriennummer einschlie\u00dflich Werkspr\u00fcfzeugnis.<\/li>\n<li>Kennzeichnung des Geh\u00e4uses und freigegebene Zeichnung von Filter und Dichtsitz.<\/li>\n<li>Foto mit genauer Markierung der Leckagestelle.<\/li>\n<li>Pr\u00fcfverfahren, Aerosol, gemessener Volumenstrom, rohluftseitige Referenz und Abnahmekriterium.<\/li>\n<li>Fotos von Dichtung, Filterrahmen und Dichtsitz im Geh\u00e4use, sobald ein sicherer Zugang zum Filter m\u00f6glich ist.<\/li>\n<li>Ergebnisse vor und nach jeder dokumentierten Korrekturma\u00dfnahme.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Anschlie\u00dfend sollten die zust\u00e4ndigen Instandhaltungs- und Qualifizierungsteams die festgestellte Ursache beheben und die erforderlichen Pr\u00fcfungen wiederholen, bevor die Anlage freigegeben wird. Ein Geh\u00e4usefehler erfordert eine Korrektur am Geh\u00e4use. Eine besch\u00e4digte Dichtung erfordert die freigegebene Ma\u00dfnahme an der Abdichtung. Ein fehlerhafter Filter muss gem\u00e4\u00df dem geltenden Abnahmeverfahren instand gesetzt oder ersetzt werden.<\/p>\n<p>Ein Filterwechsel ist gerechtfertigt, wenn der Filter die Ursache ist. Bleibt der Dichtsitz fehlerhaft, verursacht er lediglich zus\u00e4tzliche Kosten, ohne das Problem zu l\u00f6sen.<\/p>\n<h2 id=\"section-8\">H\u00e4ufige Fragen nach einer nicht bestandenen Pr\u00fcfung<\/h2>\n<h3>Bedeutet eine Leckage am Rand, dass der Filterhersteller ein fehlerhaftes Produkt geliefert hat?<\/h3>\n<p>Nein. Mehrere Bauteile k\u00f6nnen eine Randleckage verursachen: Filterrahmen und Vergussmasse, Dichtung, Dichtsitz im Geh\u00e4use oder Einbau. Dokumentieren Sie den genauen Leckageweg und untersuchen Sie beide Kontaktteile, bevor Sie die Ursache festlegen.<\/p>\n<h3>Beweist ein normaler Druckverlust, dass der Einbau leckfrei ist?<\/h3>\n<p>Nein. Eine Druckmessung erfasst den Str\u00f6mungswiderstand unter den jeweiligen Messbedingungen. Sie lokalisiert keine kleinen Bypasswege und belegt nicht, dass die eingebaute Einheit ihr Leckagekriterium erf\u00fcllt. Druckverlust und Dichtheit im eingebauten Zustand beantworten unterschiedliche Fragen.<\/p>\n<h3>Kann ich den Rand mit Dichtmasse abdichten und den Filter akzeptieren, wenn das Signal verschwindet?<\/h3>\n<p>Nicht als undokumentierte Behelfsma\u00dfnahme. Jede Reparatur muss vom Ger\u00e4tehersteller und nach dem am Standort geltenden Verfahren zul\u00e4ssig sein. Dazu geh\u00f6ren vertr\u00e4gliche Materialien und die vorgeschriebene Wiederholungspr\u00fcfung. Wird nur das Symptom verdeckt, k\u00f6nnen ein besch\u00e4digter Dichtsitz oder ein nicht passender Filter unentdeckt bleiben.<\/p>\n<h2 id=\"section-9\">Quellen<\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.iso.org\/standard\/51838.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ISO 29463-4:2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.iso.org\/standard\/60598.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ISO 14644-3:2019<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.iest.org\/Standards-RPs\/Recommended-Practices\/IEST-RP-CC034\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">IEST-RP-CC034.5<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/ati.zendesk.com\/hc\/en-us\/articles\/29807381844621-Out-of-Tolerance-Internal-Reference-Digital-Photometers\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ATI-Hinweise zu Referenzfehlern bei Photometern<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>HEPA-Leckagen richtig eingrenzen: Filterrahmen, Dichtung, Geh\u00e4usesitz und Pr\u00fcfaufbau unterscheiden, bevor Sie einen weiteren Filter bestellen. <a class=\"read-more-link\" href=\"https:\/\/www.ulpatek.com\/de\/filtertechnik\/hepa-leckagen-am-gehaeuse-erkennen\/\">Read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[452],"tags":[],"class_list":["post-15079","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-guide-maintenance-de"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ulpatek.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15079","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ulpatek.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ulpatek.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ulpatek.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ulpatek.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15079"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.ulpatek.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15079\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15661,"href":"https:\/\/www.ulpatek.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15079\/revisions\/15661"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ulpatek.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15079"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ulpatek.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15079"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ulpatek.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15079"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}